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Was ich
neben Romanen sonst noch verbrochen habe. ;) Bisher habe ich nur
eine Kurzgeschichte geschrieben. (siehe unten)
Gedichte

© Ursula Donner
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Hippocrene
Wir sind die Dichter,
Die Kinder der Flussnebel,
Der gebrochenen Flut,
Der gewundenen Bachläufe mit Silberschimmer,
Der singenden Wälder und der roten Sonne darüber,
die sich in dem glitzernden See widerspiegelt.
Wir verehren das gesprenkelte Licht des Herbstes,
Das auf die verlorenen Blätter der Bäume niederfällt
Und sie zu neuem, eigenartigen Leben erweckt.
Wir kommen von fremden Planeten und fernen Sonnen,
Aus Galaxien jenseits der Vorstellungskraft.
Leuchtende Blätter fallen auf unsere Häupter,
Finden eine Heimstätte in unserem Haar,
Glitzernder Blütenstaub bedeckt unsere Lider,
Während wir Welten erträumen,
Die niemals zuvor jemand erblickte.
Golden umtanzt das späte Licht des hereinbrechenden Herbstes
unsere Gesichter,
Spüren wir die sacht duftende Brise des lauen
Spätsommerwindes,
Welcher unsere Leiber umspült wie eine zärtliche warme Flut.
Mögen wir aus diesem Traum niemals erwachen.
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Der Syrinx ewiges Spiel
Ein wilder
Vielfalt Blütenmeer
Auf einer Lichtung im tiefsten Wald.
Umgeben von hoher Bäume Wehr
Tanzen Nymphen von lieblicher Gestalt
Dionysisch-verzückt ihren wilden Reigen
Zum vom Winde getragenen Klang.
Wie schimmerndes Licht zwischen goldenen Zweigen
Der Syrinx hoher, lieblicher Gesang.
Des ewigen Liedes melodisches Spiel,
Der siebenfältigen Flöte freudig entlockt,
Gar wie es dem Herrn des Waldes gefiel,
So er in der Zypresse Schatten hockt.
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Der sterbende Gott
Düstere Hallen, umweht
von dunstigem Rauch.
Auf brüchigen Säulen
fahler Lichtschein.
Des hereinbrechenden
Abends kühler Hauch
Hüllt die alten Mauern
in Kälte ein.
Des
sterbenden Tages rotes Licht
Fällt durch
fahlen Nebel auf Staub,
Erreicht die
einsamen Statuen nicht,
Verloren und
umweht von totem Laub.
Alter
modriger Weihrauchduft
Gebeugte
Leiber und gesenkte Häupter umweht.
Eines
sterbenden Gottes Gruft,
Worin sein
kränklicher Leib vergeht.
Schon lange
ist sein Name verklungen,
Sein Antlitz
erblickt nicht die Ewigkeit.
Schon ist die
ewige Nacht eingedrungen,
Verschlingt
in in ihrer Dunkelheit.
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© Karin Schumann /
www.Pixelio.de
Frost
Tanzendes Lauf in verworrenen Gassen,
Wirbelnder Staub auf
einsamen Wegen,
Gleißende Irrlichter im
Nebel verblassen,
Funkende Flammen
verlöschen im Regen.
Kälte
schleicht um verschlungene Äste,
Frost zieht
durch die verborgensten Ecken.
Die Raben,
des Spätherbstes dunkle Gäste
Das Land mit
ihrer Schwärze bedecken.
Das Licht
verliert sich in blutigem Abendrot.
Flammend
erreicht es sein letztes Aufglühen,
Um endlich zu
sterben in seiner Not,
Während die
letzten Herbstblumen vergehen.
Des Lebens
verblassende Farben verwehen,
Entschwinden
in klirrendem Frosts Eiskristallen,
Um in der
nachtschwarzen Kälte zu vergehen.
Das Sterben
verhüllend die Nebel umwallen
Die letzten
Regungen des endenden Lebens,
Nichts
zurücklassend denn die sterbliche Hülle.
Jegliche
Hoffnung erscheint vergebens,
Doch kehrt
sie wieder, des Sommers rote Fülle.
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Düstere Nacht
Purpurne, wehende Samtvorhänge,
In der Ferne klagende
Geigenklänge.
Im Luftzug erbebende
Kerzenlichter,
An der Wand düstere
Schattengesichter.
Ein Hauch von Asche, aus
Flammen geboren,
In stürmisch dunkler
Nacht verloren,
Welche versucht, in
diese Hallen zu dringen,
Die düstere Nacht auf
purpurnen Schwingen,
Mit Augen wie aus
Karfunkelstein,
Wie sonst nur Baphomet
sie hat allein.
Sie einsam die dunkle
Nacht durchdringen.
Es naht, es naht, auf
purpurnen Schwingen.

© Webwebwebber /
www.pixelio.de
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Verlust
Flammenden Blickes sehe ich zurück.
Schmerz senkt wie Fieber sich hernieder.
Verloren habe ich mein Lebensglück,
Niemals kehrt es je wieder.
So stehe ich an Deinem Grabe,
Strecke meine Hände aus nach Dir.
Schwarze
Blumen reiche ich Dir als letzte Gabe.
Ich spüre nur
noch Schmerz in mir.
Verloren ist
jegliche Hoffnung.
Mit dir
begrub ich sie.
Zurück bleibt
nur die Erinnerung.
Ich vergesse
dich nie.
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The Spirit of
the Wilderness
I am the storm on a
troubled Sea,
The wind, blowing
through treetops high.
I am the hurrican and
the lee,
The vibration of a
bird's flight.
I am the Sea, the sky
and the mountain,
The fog, the fire and
the ice,
A geysir's high
floating fountain,
The flowers, the
insects and the mice.
I am the wind, the
water and the air,
A volcano's bursting
outbrake,
The bird's nest and
the bear's lair,
The crocodile, the
lizard and the snake.
I am the shadows and
the light.
I am the end of space
and time,
The moon and the
Sea's tide,
The sand, the stones
and the lime.
I am the lightning in
a dark night,
The flowers on a
green hill,
The morning sun's
early light,
The nature's hidden
innermost will.
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Eine Kurzgeschichte

Hexenmilch
Desideria durchstach die
Milchpackung mit der Spritze und leerte die Kanüle mit dem
Zaubertrank vollständig. Als sie die Spritze zurückzog,
vernahm sie Schritte im Flur. Hastig stellte sie die
Milchpackung in den Kühlschrank und eilte hinaus auf den
Balkon. Die Spritze verstaute sie in ihrem Brillenetui und
stopfte es in ihre Jeans.
Sie schwang sich über das Geländer. Mithilfe
des Rosen-Klettergerüsts hangelte sie sich an der Wand
herab. Dabei umfasste sie versehentlich einen Rosenstängel.
Schmerzerfüllt zog sie ihre Hand zurück. Als sie nach dem
Gerüst fassen wollte, griff sie ins Leere. Desideria fiel.
Sie landete im Erdbeerbeet. Eine rote Katze
sprang beiseite. Verdammter Mist! Beinahe hätte sie sie
erschlagen. Die Katze sah ganz verängstigt aus, wie sie sich
gegen die Hauswand drückte. Desideria streckte die Hand nach
ihr aus. Die Katze beäugte sie misstrauisch, ließ sich dann
jedoch von ihr zwischen den Ohren kraulen. Desideria erhob
sich aus dem Erdbeerbeet. Einige Beeren hatte sie mit ihrem
Hintern zermatscht. Das würde peinliche Flecken geben. Jetzt
nur schnell nach Hause. Es war ja nicht weit. Was für ein
Glück, dass sie beim Nachbarn einbrach und nicht am anderen
Ende der Stadt. Zufrieden lächelnd betrat sie ihre Wohnung.
Sie hatte es geschafft. Bald würde Nicholas sie nicht mehr
mit höflichem Desinteresse behandeln. Seit seinem Einzug vor
einem halben Jahr ignorierte er ihre diskreten
Annäherungsversuche.
Desideria zog ihre Jeans aus, um ihr
Hinterteil mit Franzbranntwein zu bestreichen. Danach zog
sie ihre neue Jeans an. Bäuchlinks legte sie sich mit ihrer
Wasserpfeife auf den Futon in ihrem Schlafzimmer. Genüsslich
sog sie das Pfirsich-Aroma des ägyptischen Tabaks ein. Ihr
weißer Kater Othello strich ihr schnurrend um die Beine,
bevor er wieder auf seinem seiner Streifzüge verschwand. Sie
wusste, dass Nicholas jeden Tag um diese Zeit einen
Latte Macchiato auf seinem Balkon trank. Dabei war er gar kein Yuppie, sondern
Informatikdozent. Hörte sich langweilig an, doch das war er
nicht. Sie war in einem seiner Kurse gewesen. Nach einer
besonders trockenen Lektion gab er Freibier aus. Desiderias Tabak war heruntergebrannt. Sein
fruchtiger Duft erfüllte den Raum. Sie erhob sich, um nach
den Kinokarten für den neuen Film mit Johnny Depp zu suchen.
Nicht zum ersten Mal verfluchte sie ihre Unordnung, fand
jedoch bald das Gesuchte und steckte sie ein. Sie betrat das Nachbarhaus. Es war
still im Flur. Nicholas wohnte im ersten Obergeschoss. Seine
Tür lag der von Bettina gleich gegenüber. Bettina, die neue
Nachbarin. Erst vorletzte Woche eingezogen und schon war sie
ständig bei Nicholas. Wie dreist! Insgeheim war Desideria
ein wenig neidisch auf sie, wollte sie doch selbst nicht so
schüchtern sein. Normalerweise war sie kontaktfreudig, doch
bei Nicholas brachte sie meist nur ein Stammeln hervor. Sie
befürchtete seine Ablehnung. Desideria nahm ihren Mut zusammen und
klingelte. Sie kramte die Kinokarten hervor und hielt sie
vor sich. Noch bevor die Tür geöffnet wurde, konzentrierte
Desideria sich auf die Worte, die sie zuvor so häufig im
Geiste ausgesprochen hatte. Sie schlug die Augen nieder.
„Guten Abend! Möchtest du mit mir ins Kino
gehen? Ich habe die Karten gewonnen und keinen Begleiter”
Eine Notlüge.
„Sehr gerne“, antwortete Bettina.
Ungläubig und sprachlos starrte Desideria die
rothaarige Frau an. Hatte sie sich an der Tür geirrt? Das
konnte doch nicht sein. Wie selbstverständlich hakte Bettina
sich bei ihr unter. „Dann lass uns gehen. Die nächste
Vorstellung ist bald. Nicholas hat jetzt sowieso zu tun,
nicht wahr, Nicholas?“ Nicholas kam aus der Tür und nickte ihnen zu.
„Ja, bis später, Bettina” Sein Blick fiel auf Desideria.
„Hallo, Desideria.“ Er wandte sich um und verschwand die
Treppe hinunter.
Hilflos sah Desideria Bettina an. Was für ein
Schlamassel! Er hatte also was mit Bettina und sie,
Desideria, die Fettnäpfchenerprobte, musste nun mit ihrer
Rivalin ins Kino, nur um nicht ihr Gesicht zu verlieren. Nun
gut, sie würde es überleben. Schließlich hatte sie schon
Schlimmeres überstanden und eine Hexe gibt so schnell nicht
klein bei.
Während sie den Film ansahen, wunderte sie
sich, dass der Liebeszaubertrank nicht wirkte. War Nicholas
verliebt. Nur wahre Liebe konnte einen Zauber dieser Art
aufheben. Verliebt hatte er jedoch weder Bettina noch sie
angesehen. Normalerweise wäre Nicholas ihr verfallen. Was
war falsch gelaufen? Immerhin war sie noch Novizin. Ihre
Tante konnte sie nicht fragen. Die würde sie zur Strafe eine
Woche lang in eine Kröte verwandeln, wenn sie wüsste, dass
Desideria ihr Wissen über Magie für einen Liebeszauber
missbraucht hatte. Desideria erschauerte. Nur Fliegen und
Käfer essen. Igitt!
Endlich wieder zu Hause. Eigentlich war
Bettina ja ganz nett zu ihr gewesen. Vom Film hatte
Desideria aufgrund ihrer Grübelei nicht viel mitbekommen.
Einen Johnny-Depp-Film unaufmerksam sehen! Dafür würde sie
in der Hölle brennen! Irgendwie war ihr jetzt schon heiß.
Sie öffnete die Balkontür. Eine Katze huschte herein, doch
es war nicht ihr Kater Othello, sondern die Rote aus der
Nachbarschaft.
Desideria nahm sie auf den Arm und ging auf
die Terrasse. Überrascht sah sie Nicholas auf sich zukommen.
Wirkte der Liebeszauber doch?
„Da ist ja Lucy. Gute Nacht übrigens.“ Er
nahm ihr die Katze ab und lief zurück zu seiner Wohnung.
Enttäuscht sah Desideria ihm nach. Aus den Augenwinkeln sah
sie Othello, der durch die Terrassentür ins Haus lief.
Sie setzte sich mit einem Buch in einen ihrer
Korbstühle auf die Terrasse. Wenig später strich eine Katze
um ihre Beine.
„Ich bringe dir gleich dein Abendessen,
Othello. Ich lese nur noch diese Szene zu Ende.“ Die Katze
verschwand.
Desideria vernahm Schritte. Überrascht
erkannte sie Nicholas, der näher kam.
„Hast du Lucy gesehen?“ fragte er.
„Du hast sie doch vorhin mitgenommen.“
„Sie ist wieder abgehauen. Ich dachte, ich
sah sie durch deine Terrassentür huschen.“
„Ich habe sie aber nicht gesehen.“
Treuherzig sah er sie an. Sie hätte sich den
Blick für eine andere Gelegenheit gewünscht. „Könntest du
bitte nachsehen?“
Sie nickte. „Sicher, bevor Othello sie
vermöbelt, weil sie sich in seinem Revier rumtreibt. Komm
doch rein. Vier Augen sehen mehr als zwei.“ Sie wusste, dass
Katzen sich gerne verkrochen.
Desideria ging voran. Als sie ihre Unordnung
sah, bereute sie es, ihn hereingelassen zu haben.
„Schöne Wohnung“, sagte er.
„Chaotisch.“
„Das macht nichts. Bei mir ist auch immer
Chaos. Heute zerplatzte mir eine Packung Milch, weil ich sie
unordentlich in den Kühlschrank gestellt hatte. Wäre beinahe
auf Lucy gefallen. Sie war ganz nass und rannte wie eine
Irre durch die Wohnung. Bis ich sie einfangen konnte, war
das halbe Wohnzimmer voller Milch. Gab peinliche Flecken auf
dem Sofa.”
Desideria errötete vor Scham.
Nicholas deutete in die Ecke des
Wohnzimmers. „Da, sieh!“
Lucy lag neben Othello in dessen Körbchen.
„Da haben sich zwei gefunden“, sagte
Desideria.
Nicholas bedachte sie mit einem merkwürdigen
Blick.
„Bettina ist nett, nicht wahr?“
Sie nickte.
„Wird was aus euch?“
Überrascht blinzelte sie ihn an. „Aus uns?
Ich dachte, du hast was mit ihr.“
Er lachte. „Ach, nein. Da dürftest du als
Frau mehr Chancen haben. Ich kenne sie schon ewig. Sind
zusammen in die Schule gegangen, haben den Mädels
nachgeschaut. Sie ist ein guter Kumpel. Und was ist sie für
dich?“
„Meine Nachbarin?“
Nicholas lächelte. „Hättest du Lust, mit mir
ins Kino zu gehen? Es läuft der neue Film mit Johnny Depp.“
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